Innenarchitektur für Modegeschäft

Ladenräume stellen besondere Anforderungen an die Innenarchitektur. Das Projekt „Umbau Ladengeschäft“ schafft Wohlfühlatmosphäre für Kunden wie Mitarbeiter – und unterstreicht gleichzeitig das Qualitätsversprechen der Betreiberin einer Boutique mit gestalterischen Mitteln.

 

Umbau Ladengeschäft in Bildern

Innenarchitektur mit Harmonie

Manche Gelegenheiten ergeben sich selten. Als die Betreiberin eines Ladens für Damen-Oberbekleidung die Chance erhielt, die benachbarte Ladeneinheit anzumieten, musste sie nicht lange überlegen. Mit den neuen Räumen wuchs die Fläche nahezu auf das Doppelte. Gleichzeitig erweiterte die Betreiberin Ihr Angebot auf Herrenmode. Das größere Raumangebot sowie das neue Angebotsspektrum machen es erforderlich, die Funktionen der Flächen neu zu organisieren und gleichzeitig das Erscheinungsbild neu zu gestalten. Das Konzept für Innenarchitektur und Umbau folgt dem Namen des Geschäfts: In der „Harmonie“ finden und kaufen Frauen und Männer einträchtig hochwertige Mode.

Umbau Ladengeschäft: Nischen für Damen und Herren

Die neue Verkaufsfläche ist nicht nur einfach in Bereiche für Damen und Herren unterteilt. Vielmehr sorgt das innenarchitektonische Konzept dafür, dass räumlich zueinander abgegrenzte Nischen entstehen. Sie ermöglichen einen entspannten Einkauf ohne das Gefühl, beobachtet zu werden. Gleichzeitig fließen die Bereiche aber auch ineinander über.

Ladentheke als informelles Zentrum

Die zentrale Theke funktioniert als informeller Treffpunkt für die vielen Stammkunden. Sie ist also nicht nur der Ort für die Kreditkarte, sondern auch für den gelegentlichen Kaffee und Plausch. Auch neue Kundinnen und Kunden fühlen sich eingeladen, gegebenenfalls nach einer Beratung zu fragen. Weiterer positiver Nebeneffekt der Flächengestaltung: An ruhigeren Tagen kann eine einzelne Mitarbeiterin den Betrieb alleine sicherstellen.

Schaufenster mit Durchblick

Die Schaufensterflächen sind mehr als nur eine Ausstellungsfläche für die aktuellen Kollektionen. Kleine Durchblicke durch die Rückwände wecken die Neugier und motivieren zum Betreten der Geschäftsräume. Von innen betrachtet fungieren die Rückwände der Schaufenster als Raumtrenner. Sie erzeugen einerseits das Gefühl der Geborgenheit, indem sie den Innenraum zonieren. Andererseits entstehen an der Innenseite der Rückwände wertvolle Displayflächen, die als Regal- und Hängebereiche genutzt werden.

Umbau Ladengeschaeft Skizze

Materialität unterstreicht Zonierung

Die gewählten Materialien unterstreichen die Neuausrichtung des Ladens. Mit ihnen wurden Bereiche geschaffen, die einerseits als neutraler Rahmen die Farbigkeit zukünftiger Kollektionen aufnehmen können. Andererseits wurde im Herren-Bereich ein eher maskulineres Ambiente geschaffen. Beispielsweise sind die Wände mit groben Bruchsteinflächen oder anthrazit-farbigen Passepartouts um die Regalzonen geplant.

Der Damen-Bereich weist aufgrund der zu erwartenden größeren Farbigkeit des Sortiments einen zurückhaltenderen Auftritt auf. Die Naturholz-Oberflächen verschiedener Möbel sowie einzelne in Logo-Farbe abgesetzte Möbelteile bilden hier die wenigen Akzente einer ansonsten zurückhaltenden Materialgebung der raumgestaltenden Flächen und Möblierungen.

Details der Ausstattung - wie Tierfelle und Geweihe – können zur weiteren Verstärkung dieser Wirkung eingesetzt und saisonal ausgetauscht werden.

Projektdaten

Planung & Bauzeit 2009
Ort Mühlheim a. M.
BGF 150 qm
Extras Ladenbau
Mieterausbau
Systembau

Beleuchtungskonzept repräsentiert Wertigkeit

Das Beleuchtungskonzept des Ladens ist vielfältig. Die Ausstellung im Schaufenster wird so angeleuchtet, dass sie schon von außen als wertig wahrgenommen wird. Großflächige, rechteckige Leuchten entwickeln eine helle und selbstbewusste Noblesse im Umfeld der Straßen-, Arkaden- und Fahrzeugbeleuchtungen.

Im Laden-Inneren ist das hinterleuchtete Logo des Ladens Blickfang und zentrale Anlaufstelle. Deckeneinbauspots sind auf die Zonierung abgestimmt und setzen die übrigen Waren mit Akzentbeleuchtung in Szene. Zusätzliche indirekt strahlende Leuchten vor großen Spiegelflächen unterstützen die Kunden bei der Beurteilung anprobierter Kleidungsstücke.

Das Leuchtenkonzept berücksichtigt auch die Nachtstunden: Nachts sind die Schaufenster durch die diffus strahlenden und energiesparend reduzierten Lichtkuben beleuchtet. Die damit gegenüber der vorangehenden Situation erreichte Energie-Einsparung ist sowohl Teil des umweltschonenden wie auch des betriebswirtschaftlichen Gesamtkonzeptes.

Nachhaltigkeit passt zum Qualitätsversprechen

Insgesamt konnte i_d a die Bauherrin vom Gedanken der „Gestalterischen Nachhaltigkeit“ und der „Ressourcenschonung durch Haltbarkeit“ überzeugen. Trends bleiben der Auslage und dem Warensortiment vorbehalten. Die Ausstattung des Ladengeschäfts steht gleichwohl für Kontinuität. Anders als viele andere Shop Designs sind keine kurzlebigen Wegwerf-Materialien verwendet worden, die eine baldige neue Sanierung erfordern und bei jedem Umbau entsorgt werden müssten. Diese Ausrichtung auf Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung korrespondiert mit der hohen Qualität von Mode und Beratung im Ladengeschäft.

Im Projekt „Umbau Ladengeschäft“ wurde der Umbau der beiden Landeflächen so geplant, dass nur ein Teil der vormaligen Trennwand zurückgebaut werden musste. Ein großer Teil dieser Wand ist heute unmerklich in das Ladenkonzept integriert. Das hatte natürlich positive Auswirkungen auf die Aufwendungen – sowohl bei den Baukosten als auch bei der Bauzeit. Ein wichtiges Ziel des Umbaus war es, den Betrieb nur so kurz wie möglich zu unterbrechen, da jeder geschlossene Tag einen herben Umsatzverlust bedeutet.

Epilog

Entstanden ist letztlich Harmonie. Was am Ende so selbstverständlich wirkt, ist in der Planungsphase oft eine große Herausforderung – aber bauablauftechnische Denksportaufgaben wie diese durfte i_d a nun bereits mehrfach erfolgreich meistern.

 

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