Kirchentag 2017: Gerüstkirche als temporäres Kirchengebäude

Im Rahmen des Evangelischen Deutschen Kirchentages 2017 durfte in_design architektur ein temporäres Kirchengebäude planen und erstellen: die Gerüstkirche.

 

Gerüstkirche in Bildern

Gerüstkirche als eines der Kirchentags-Wahrzeichen

Vor dem Anhalter Bahnhof in Berlin wurde während des Evangelischen Kirchentages 2017 eine temporäre Gerüstkirche zu einem der beliebtesten Treffpunkte für die Kirchenjugend. Initiiert war das Projekt von der Evangelischen Jugend Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz. Die EJBO betreibt seit Jahren unter dem Namen „Werkkirche“ Workshops in Kirchengebäuden. Aus besonderem Anlass des Luther-Jahres entstand dafür ein eigenes Kirchengebäude: die Gerüstkirche. Mit seiner bewusst temporären und offenen Wirkung wurde sie zu einem der Wahrzeichen des Kirchentages im Lutherjahr.

Auf dem Dach der Kirche betrieb die Kirchenjugend ein Café. Während der vier Tage des Kirchentags lockten verschiedenste Veranstaltungen vom Bibel-Workshop über Kreativ-Sessions bis hin zum abendlichen DJ-Segen Tausende Besucher in das temporäre Gebäude.

Mit der Gerüstkirche sei ein Ort der Begegnung entstanden, wie „wir uns Kirche wünschen", so Matthias Reim, EJBO-Jugendreferent. Der Bau stehe im Luther-Jahr sinnbildlich für Rekonstruktion, Erneuerung und Umbau.

i_d a begleitet als Architekturbüro das Entstehen und "Werden" der Gerüstkirche. Im Rahmen einer Podiumsdiskussion durfte Architekt Tim Driedger darüber hinaus ein ganz klein wenig an der Zukunft des Kirchenbaus mitwirken.

Gerüstkirche Kirchentag 2017 Berlin Zeichnung

Gerüstkirche als offene Stahlgerüstkonstruktion

Die Gerüstkirche bestand im Wesentlichen aus einer seitlich offenen Stahlgerüstkonstruktion. Um als sichtbares Wahrzeichen und Kirche wahrgenommen zu werden, erhielt die Konstruktion eine Turmstruktur mit einer maximalen Höhe von 17 Metern. Gewebebahnen akzentuierten die Form– und fungierten als Schutznetze.

Im Grundriss wies die Gerüstkirche einen kreuzförmigen Zuschnitt mit rechteckiger Grundform auf. Im Erdgeschoss – auf Eingangsebene – wurde durch die Grundriss-Form eine Analogie zu dem klassischen Kirchengrundriss mit Hauptraum und Seiten-Apsiden geschaffen. Die Dachform deutete durch eine Höhenstaffelung in Gebäude-Längsrichtung, Haupt- und Seitenschiff an. Der überdachte Bereich war dennoch als ein zusammenhängender und durchgehend überschaubarer Raum zu erfassen.

Das Bauwerk in unmittelbarer Nähe zu den Mauerresten des Anhalter Bahnhofs wurde innerhalb von 10 Tagen erstellt.

Projektdaten

Bauzeit 2017
Ort Berlin
BGF 450 qm
Extras Denkmalschutz
Kirchenbau
Temporäre Bauten

Die Gerüstkirche in der Presse

Juliane Lübbe, Matthias Reim und Frederik Spiegelberg vom Evangelischen Kirchenkreis Berlin Nord-Ost berichten von der Konzeption und dem Aufbau der temporären Gerüstkirche am Askanischen Platz. Zum Video

Am Anhalter Bahnhof bauen Christen eine Pop-up-Kirche! Gemeinsam mit Architekt Tim Driedger und Berlins Generalsuperintendentin Ulrike Trautwein (58) sprachen sie ein Gebet und steckten die ersten 40 Metallstangen zusammen, die das Gerüst der neuen Kirche bilden. Zum Beitrag

Tagesspiegel: Am Anhalter Bahnhof entsteht eine Gerüstkirche

Kirchentags-Magazin (PDF)

Die Kirche: Kirche muss nicht alt sein

 

 

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